RICHTER-GLAS.AT
3361 Aschbach, Mittlerer Markt 3


 

Glas ist ein uralter Werkstoff, zu dessen Herstellung vor über 4000 Jahren wahrscheinlich der Zufall den Weg gezeigt hat. In der Frühzeit waren Glasgefäße Kostbarkeiten, die an Wert oft solchen aus Gold gleichgestellt wurden.
 

Woraus besteht Glas?
Glas besteht in der Hauptsache aus Quarzsand, Kalk, Soda und Pottasche, sowie Bleioxyd bei Bleiglas. Diese Rohstoffe werden mit verschiedenen Zusätzen wie edlen Erden Eigenschaften verändert und mit diversen Metallen gefärbt, bei einer Temperatur von 1400 – 1600 °C zu Glas geschmolzen.
Mit hochentwickelten Techniken erfolgen heute der Großteil der Glasherstellung, jedoch werden nach wie vor noch verschiedene Gläser handwerklich gefertigt.
 
Antikglas
Dieses Glas wird auch heute noch im Jahrhunderte alten Mundblasverfahren mit der Glasmacherpfeife gefertigt. Durch diese, von der Hand des Meisters und seiner individuellen Kunstfertigkeit abhängigen Herstellung entsteht die reizvolle Belebung in der Struktur und der antike Charakter des Glases. Das Vorhandensein von Blasen und unregelmäßigen Strichen der Hobelung an der Oberfläche bestätigen ästhetischen Wert und Echtheit des Antikglases.
Diese Gläser finden vielfach bei uns in der Flachglasmalerei und Kunstverglasung Anwendung.
 
HOHLGLAS

Die Handfertigung von den bei uns bemalten Gläsern, erfolgt in den Glashütten, deren Rohstoffe bei etwa 1400 °C geschmolzen und bei ca. 1000 °C verarbeitet werden. Das wichtigste Werkzeug ist die Glasmacherpfeife, ein fast mannslanges, eisernes Blasrohr mit hölzernem Griff, mit dem die glühende, fließende Glasmasse aus dem Ofen geholt und durch den Glasmacher mit dem Mund die die Hohlform (Holz od. Eisen) eingeblasen wird.
Nach dem erstarren wird das verarbeitete Hohlglas von der Pfeife abgeschlagen und im Kühlofen sorgfältigst gegen Spannungen gekühlt. Die Kappe wird abgesprengt und der schorfe Rand verschliffen und verschmolzen.
 
DIE GLASMALEREI

Die Farben, die vom Maler verwendet werden sind Schmelzfarben, die durch das Einbrennen bei ca. 600°C im Muffel (Elektroofen) eine Verbindung mit dem Glas eingehen oder besser gesagt, sich mit der Oberfläche verschmelzen. Der Glasmaler hat es demnach mit einem weichgestellten, feinpulverisierten Glas zu tun, das meist mit ätherischen Ölen malfertig zubereitet wird.
 
Neben den
  • Deckemaile – diese können sowohl in dünner, als auch in sehr dicker, 
    undurchsichtiger Lage auf das Glas aufgebracht werden
  • Transparentemaile – das sind durchsichtige Glasfarben die schwach aber auch kräftig aufgetragen werden
  • Flachfarben – diese werden in dünner Lage gestrichen und sind durchsichtig
gibt es auch Edelpräparate sowie Züster.

Das Aufbringen der Farbe erfolgt auf das kalte Glas mit Feinhaarpinseln, Feder, etc. wobei erst beim Brand der schöne Glanz entsteht












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